Wissenswertes (News)
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Die bisherige Möglichkeit, auch von Mobiltelefonen ohne eine SIM-Karte Hilfe zu rufen, wurde seit dem 1. Juli 2009 gesperrt. Dies geht aus einer Verordnung des Wirtschaftsministeriums hervor (als PDF-Datei hier nachlesbar).

Hintergrund der neuen Verordnung ist, dass bisher auch ohne eingelegte Karte eine Verbindung zu der Notrufnummer 112 hergestellt werden konnte. Das führte laut Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zu einem "sehr häufigen" Missbrauch des Notrufes. Der ist zwar strafbar, allerdings bleibt der Anrufer ohne SIM-Karte anonym. Mit Karte werden dagegen Daten, wie die Nummer des Anschlusses und der Standort des Anrufers, bei einem Notruf übermittelt.
 

Kann ich Hilfe rufen, wenn ich meine Rechnung nicht bezahlt habe oder die Prepaid-Karte nicht aufgeladen ist?

Ja. Die Anbieter werden verpflichtet, die Notrufverbindung herzustellen, auch wenn das Handy wegen Zahlungsverzug gesperrt oder kein Guthaben auf der Karte ist - jedenfalls so lange, bis der Anschluss endgültig aufgehoben ist.

Was ist, wenn ich kein Netz habe?

Mit der neuen Vorschrift soll man mit seinem Handy auch dann eine Verbindung bekommen, wenn das eigene Mobilfunknetz nicht zur Verfügung steht. Die Netzbetreiber werden verpflichtet, auch Notrufe von konkurrierenden Anbietern zu vermitteln.

In Zukunft reicht es also nicht mehr aus, ein altes Handy für den Fall der Fälle im Auto zu lassen. Ein Notruf wird sich ohne SIM-Karte nicht mehr absetzen lassen. Es ist also ratsam, zumindest eine Prepaid-Karte in ein Notfall-Handy zu stecken.

Aktuelle Nachrichten/News des DRK

DRK leistet weiter umfangreiche Hilfe beim Wiederaufbau in Nepal
Drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal vom 25. April 2015 hilft das Deutsche Rote Kreuz noch immer beim Wiederaufbau: „Nach der Phase der akuten Nothilfe konzentrieren wir uns darauf, den Menschen vor Ort dabei zu helfen, sich wieder eine eigene Existenz aufzubauen und sich besser vor Katastrophen wie die von vor drei Jahren zu schützen“, sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK.

DRK-Bundestarifgemeinschaft legt substanzielles Angebot vor
Die Bundestarifgemeinschaft (BTG) des Deutschen Roten Kreuzes hat am 12. April 2018 in der zweiten Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di in Mainz ein substanzielles Angebot vorgelegt. Es sieht bei einer Laufzeit von 27 Monaten unter anderem eine lineare Erhöhung der Gehälter um 2,4 Prozent zum 1. Juli 2018 und um 2,2 Prozent zum 1. Juli 2019 sowie eine Einmalzahlung von 220 Euro zum 1. April 2018 vor. „Wir setzen mit diesem substanziellen und qualifizierten Angebot auf weiterhin konstruktive Gespräche mit der Gewerkschaft ver.di“, erklärte DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Die Verhandlungen sollen am 16. und 17. Mai in Berlin fortgesetzt werden.

Bitte vormerken: DRK lädt am 7. Mai 2018 zur Jahrespressekonferenz ein
Das Deutsche Rote Kreuz lädt am 7. Mai 2018 in Berlin zur Jahrespressekonferenz mit DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt ein. Das DRK stellt dabei den Jahresbericht 2017 mit aktuellen Daten zur Mitgliederentwicklung, Zahl der ehrenamtlichen Helfer und zur Spendenbereitschaft der Bevölkerung vor. Außerdem wird u.a. über das Thema Bevölkerungsschutz (wie gut ist Deutschland auf Katastrophen vorbereitet?), die Situation im Pflegebereich und aktuelle Hilfseinsätze im Ausland berichtet.

Bei Zeckenbiss gleich handeln – Risiken nicht unterschätzen
Mit dem Frühling kommen die Zecken. Ein Stich kann schlimme Folgen haben. Doch: „Panik ist definitiv nicht angebracht“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Sefrin, „dennoch sollte man Zecken-`Bisse´ möglichst vermeiden und bei Symptomen sofort handeln“ und gibt folgende Tipps:

Fachtagung Katastrophenvorsorge 2018
Bereits zum dritten Mal richtet das Deutsche Rote Kreuz die Fachtagung Katastrophenvorsorge aus, die in diesem Jahr vom 22. bis 23. Oktober im AMERON Hotel Spreebogen Berlin stattfinden wird. Einreichung von Vorschlägen für Workshops sind bis zum 27. April möglich.

Weltgesundheitstag: Was gehört in eine Hausapotheke?
Rund 75 Prozent der Menschen in Deutschland sind zufrieden mit der medizinischen Versorgung. Doch bei plötzlichen Gesundheitsbeschwerden ist es gut, einen Vorrat an Medikamenten im Haus zu haben, der nachts oder am Wochenende über die schlimmsten Auswirkungen hinweghilft. Auch bei kleineren Unfällen, etwa im Haushalt, kann eine Hausapotheke gute Dienste leisten. „Nicht immer muss gleich der Rettungsdienst gerufen werden. Eine gute Hausapotheke ist wichtig für die erste Überbrückung kleinerer Unpässlichkeiten, ersetzt aber natürlich nicht in jedem Fall den Gang zum Arzt“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April. Er gibt Tipps, was wirklich in die Hausapotheke gehört:

DRK im Gespräch: DRK-Präsidentin Hasselfeldt: „Wir sind kein Volk von Egoisten“
Die DRK-Präsidentin über die große Hilfsbereitschaft der Deutschen, das Vorbereitetsein auf Cyberangriffe und weitere Themen. Erschienen in der Osterausgabe der Berliner Zeitung & der Frankfurter Rundschau (31. März 2018).

Im Blog: Flüchtlinge in der Türkei - Als Freiwilliger hilft Ahmed Kindern
Nach vier Jahren in der Türkei hat der 15-jährige Ahmed noch immer einen dringenden Wunsch: zurückkehren zu den „guten alten Tagen“ in Aleppo und vielleicht wieder zur Schule zu gehen.

Tarifgespräche für DRK-Beschäftigte gestartet
Die Tarifverhandlungen der Bundestarifgemeinschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit der Gewerkschaft ver.di sind am 15. März 2018 in Berlin gestartet.

Humanitäre Hilfe für belagerte Region - Hilfskonvoi des Roten Kreuzes im syrischen Ost-Ghouta eingetroffen
Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt, dass erstmals seit rund drei Wochen ein Hilfskonvoi die Menschen in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghouta erreichen konnte. Insgesamt 46 Lastwagen des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz, des Syrischen Arabischen Roten Halbmondes und der UN sind am 5. März nach Ost-Ghouta gefahren, um Nahrungsmittel und medizinisches Material für 27.500 Menschen zu liefern. Aufgrund der Sicherheitssituation konnten allerdings nicht die gesamten Hilfsgüter abgeladen werden. „Diese Hilfe ist nur ein erster Schritt und reicht leider bei Weitem nicht aus. In der Region sind rund 400.000 Menschen eingeschlossen, ihre humanitäre Lage ist dramatisch. Am Wichtigsten ist, dass unsere Helfer so schnell wie möglich zu den Menschen in Ost-Ghouta und auch allen anderen belagerten Orten kommen können – wir fordern umfassenden, freien und ungehinderten Zugang. Wir brauchen die Garantie, dass unsere Helfer nicht angegriffen werden“, sagt Hasselfeldt.